Risse in der Innenwand fachgerecht verschließen?

· 2 min read
Risse in der Innenwand fachgerecht verschließen?

Bevor Sie mit dem Verschließen beginnen, müssen Sie die Art des Risses korrekt beurteilen, denn davon hängt die gesamte Vorgehensweise ab. Handelt es sich um feine, haarlinienartige Risse im Putz, die oft durch Setzungen des Gebäudes entstehen, genügt es, diese mit einem geeigneten Füllstoff auf Acrylbasis zu schließen. Arbeiten Sie die Masse mit einem Spachtel sorgfältig ein und ziehen Sie sie leicht über die Kante hinaus ab, um eine glatte Fläche zu erhalten. Bei größeren, bis zu etwa fünf Millimetern breiten Rissen sollten Sie den Riss zunächst mit einem Spachtel oder einer schmalen Kelle v-förmig aufkratzen, um eine bessere Haftung zu erzielen. Entfernen Sie danach sämtlichen losen Putz und Staub gründlich, am besten mit einer harten Bürste und einem Staubsauger. Feuchten Sie die Kanten leicht an, bevor Sie einen mineralischen Spachtel oder einen Rissfüller aus der Tube einbringen, wobei Sie in mehreren dünnen Lagen arbeiten und Zwischenlagen trocknen lassen sollten. Diese Basisarbeit ist entscheidend, denn nur so können Sie die spätere Renovierung umsetzen, ohne dass der Riss nach kurzer Zeit wieder aufbricht.


Für tiefere oder immer wiederkehrende Risse, die auf strukturelle Bewegungen hindeuten, ist ein reines Zuspachteln nicht ausreichend. Hier sollte der Riss mit einem sogenannten Bewehrungsgewebe oder einem speziellen Rissband überbrückt werden. Nachdem Sie den Riss wie beschrieben vorbereitet und mit Füllstoff grundiert haben, legen Sie das Gewebe in die noch frische Spachtelmasse ein und streichen es glatt. Drücken Sie es mit dem Spachtel sanft an, sodass es vollständig von der Masse umhüllt ist und keine Luftblasen entstehen. Lassen Sie diese Schicht vollständig durchtrocknen und schleifen Sie die Stelle anschließend mit feinem Schleifpapier eben. Zu guter Letzt ist das richtige Grundieren der gesamten Fläche unerlässlich, bevor Sie streichen oder tapezieren. Verwenden Sie dafür eine Tiefengrundierung, die das Saugverhalten des Untergrunds vereinheitlicht und die Haftung der finalen Beschichtung verbessert. Wenn Sie diese Schritte exakt befolgen, können Sie eine dauerhafte Renovierung umsetzen, die den Riss nicht nur optisch kasc hier t, sondern auch mechanisch stabilisiert. Vergessen Sie nicht, nach dem Schleifen erneut zu entstauben.

Für eine wirklich fachgerechte und optisch einwandfreie Oberfläche kommt es auf die Feinarbeit und die richtige Reihenfolge an. Nach dem Grundieren sollten Sie die reparierte Stelle zunächst mit einem feinen Füllspachtel in dünner Schicht nachspachteln, um eventuelle Unebenheiten oder Schleifriefen zu eliminieren. Erst wenn diese Schicht getrocknet und geschliffen ist, kann die finale Oberflächenbeschichtung erfolgen. Beim anschließenden Streichen ist es ratsam, die gesamte Wand mit einer zusätzlichen Schicht Farbe zu versehen, da sich die reparierte Stelle sonst farblich abheben könnte. Ein wichtiger Tipp für die Praxis: Achten Sie darauf, dass die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit während der Trocknungsphasen moderat sind, also nicht bei Zugluft oder direkter Sonneneinstrahlung arbeiten. Wenn Sie nun alle Arbeitsgänge geduldig und sauber ausführen, steht einer dauerhaft glatten Wand nichts mehr im Wege. Auf diese Weise können Sie die komplette Renovierung umsetzen, ohne dass Sie später Nachbesserungen vornehmen müssen, und das Ergebnis überzeugt auch kritische Blicke. Bei sehr alten Gebäuden mit Putzrissen kann es zudem sinnvoll sein, den gesamten Putz im Bereich des Risses zu prüfen und gegebenenfalls großflächiger zu erneuern, statt nur punktuell zu flicken.